Hubmagnete in explosionsgeschützter Ausführung nach ATEX und IECEx Typ G TC E

 

Die Einfachhubmagnete G TC E basieren auf der Konstruktionsweise des Typs G TC A und sind an die Anforderungen des Explosionsschutzes nach ATEX und IECEx angepasst.

 

Baugrößen (Durchmesser): 50 mm, 100 mm, 140 mm
Hub: 10 mm bis 40 mm
Magnetkraft (N): 12 N – 122 N

  • Ansteigende Magnetkraft-Hub-Kennlinie
  • Ausführung ziehend und/oder drückend je nach Baugröße
  • Elektrischer Anschluss über Klemmenkasten
     
  • Explosionsschutz:
    Baugröße 050:
    EX II 2G Ex eb mb IIC T4 Gb
    EX II 2G Ex tb IIIC T130°C Db

    Baugröße 100/140:
    EX II 2G Ex eb mb IIC T5/T4 Gb
    EX II 2G Ex tb IIIC T95°C/T130°C Db
     
  • Befestigung über Flansch oder stirnseitige Gewindebohrungen
  • Schutzart: IP54
  • Spannungsart: Gleichspannung, DC  oder Wechselspannung
  • Optionen: Ausführungen in höherer Schutzart und Feuchtluftausführungen

Für kleinere Hübe beachten Sie bitte den Typ G MC X, der mit einer Spule Typ F MM E nach ATEX/IECEx ausgerüstet werden kann.

FAQ Explosionsschutz für Elektromagnete

Die im Folgenden erläuterten Fragen können trotz gründlicher Recherche nur zur groben Vorabinformation dienen. Beim Einsatz von Elektromagneten in explosionsgefährdeten Bereichen sind die jeweils gültigen Vorschriften und Richtlinien sowie die jeweils mitgelieferten Dokumente zu beachten.

Was versteht man unter Explosionsschutz und wann muss dieser angewandt werden?

Unter dem Begriff Explosionsschutz versteht man sämtliche Maßnahmen, die dazu dienen, Risiken durch Explosionen für Menschen und Investitionen in Betrieben zu vermeiden. Explosionsschutz ist sowohl in internationalen als auch in nationalen Normen geregelt und ist immer dann anzuwenden, wenn eine Anlage oder Komponente in explosionsgefährdeten Bereichen betrieben wird.
Für Elektromagnete bedeutet dies, dass diese so sicher konstruiert, gefertigt und betrieben werden müssen, dass sie auch in explosionsgefährdeter Umgebung keine „Zündquelle“ darstellen und damit keine Explosion auslösen können. Diese Sicherheit wird durch eine unparteiische, offizielle Prüfstelle kontrolliert und durch eine offizielle Baumuster-Prüfung bestätigt.
Industrie und Bergbau unterliegen in der Baumuster-Prüfung unterschiedlichen (Explosionsschutz-) Gerätegruppen. Im Bergbau, Grubenbau oder Untertagebau wird der Explosionsschutz Schlagwetterschutz genannt.

Wann spricht man von einer explosionsgefährdeten Umgebung bzw. von einem explosionsgefährdeten Bereich?

Jeder Betreiber einer Anlage ist verpflichtet, deren Explosionsgefahr zu beurteilen. Dazu erfolgt eine Gliederung der Anlage in unterschiedliche Gefahrzonen, für die jeweils die Explosionsrisiken abgeschätzt werden.

Dabei werden folgende Fragen erörtert:

  • Welche Stoffe und Verfahren werden verwendet? Treten möglicherweise Wechselwirkungen auf?
  •  Wie groß sind Wahrscheinlichkeit und Dauer des Auftretens einer explosionsgefährdeten Atmosphäre?
  • Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass mögliche Zündquellen vorhanden sind, diese aktiviert werden und dabei eine Explosion auslösen?
  • Wie groß sind die zu erwartenden Auswirkungen einer Explosion?

Identifiziert diese Risikobeurteilung eine potentielle Gefährdung für einen Anlagenteil, spricht man von einem „explosionsgefährdeten Bereich“.:

Zone 0, 1, 2 für Gase oder

Zone 20, 21, 22 für Stäube

Hierbei gilt: Je kleiner die Zahl, desto größer ist das Risiko einer Explosionsgefährdung. Dies hat wiederum Einfluss auf den Umfang der erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Was bedeuten die Begriffe ATEX und IECEX?

Die ATEX-Richtlinie legt das europäische Zulassungsverfahren für Geräte fest, die in explosionsgefährdeten Bereichen betrieben werden dürfen. IECEx ist ein weltweit anerkanntes Zulassungsverfahren. Besitzt ein Gerät eine IECEx Zulassung, so ist in der Regel die Zulassung nach der jeweils gültigen nationalen Norm mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich.

Worin liegen die Besonderheiten explosionsgeschützer Elektromagnete?

Als elektrische Komponente können von einem Elektromagneten grundsätzlich verschiedene Gefahren ausgehen, die in einem gefährdeten Bereich als Auslöser einer Explosion fungieren können.

Hier einige Beispiele:

  • Je nach Anwendung, Auslegung und Betriebsdauer kann die Oberflächentemperatur eines Elektromagneten kritische Werte erreichen.
  • Durch Mängel in Kontaktierung, Isolation und im Potentialausgleich können elektrische Funken entstehen.
  • Bei ungünstiger Materialpaarung besteht durch kollidierende Metallteile die Möglichkeit mechanischer Funkenbildung.

Ist ein Elektromagnet nach ATEX oder IECEx zugelassen und produziert, ist durch technische Eigenschaften, besondere Qualitätssicherungsmaßnahmen und exakte Beschreibung der zulässigen Einsatzbedingungen sichergestellt, dass das Gerät beim Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen kein Risiko darstellt.

Welche Unterlagen werden Elektromagneten in explosionsgeschützter Ausführung mitgeliefert?

Jedem Gerät liegt die zugehörige Betriebsanleitung bei. Eine EU-Konformitätserklärung liegt jeder Lieferung einmal bei.