Ausbildungsoffensive für Jugendliche

Sechs Firmen im Memminger Süden veranstalten „Tag der Ausbildung“. Artikel im Memminger Kurier vom 17.07.2019

Fachgespräche in der Ausbildungs-Zerspanungshalle. Foto: Johannes Wiest

Memmingen – Insgesamt sechs Firmen im Memminger Süden haben am vergangenen Wochenende erneut ihre Werkstore weit geöffnet, um Jugendlichen mit einem „Tag der Ausbildung“ Möglichkeiten für eine Berufsausbildung aufzuzeigen. Fünf Stunden lang konnten Interessierte die beteiligten Firmen besuchen, um vor Ort ganz gezielt sich mit Ausbildern und aktiven Azubis über alle anstehenden Fragen zu informieren und Einblicke in die Lehrlingswerkstätten zu erhalten.

Das Interesse unter den Schülern und Jugendlichen war auch diesmal wieder riesengroß. Sich über gebotene Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren dient vielen als Orientierung für die spätere Berufswahl. Jugendliche, oft begleitet von ihren Eltern, lernen neben traditionellen Berufen auch neue Berufsfelder, die interessante Möglichkeiten für eine Ausbildung eröffnen. Am besten geht dies durch persönliche Gespräche vor Ort mit Ausbildern und aktuellen Azubis. Andererseits bietet sich Unternehmen so die Chance, ihre Facharbeiter von morgen kennen zu lernen. Der mittlerweile gravierende Facharbeitermangel entwickelt sich immer mehr auch zu einem Problem für die Firmen. Ausbildungsverantwortliche gehen deshalb immer häufiger in die Offensive und besuchen Schulen, stellen ihre Firmen vor und werben bei Schulabgängern und Jugendlichen um künftige Lehrlinge. Bei einem Praktikum können Interessierte ab 14 Jahren zudem zunächst ausgiebig testen, welcher Beruf ihnen liegt und zu ihnen passt. Dabei bietet beispielsweise die Firma Magnet Schultz 14 verschiedene Berufsbilder für die Ausbildung an. Vom Elektroniker – Automatisierungstechnik, über den Fachinformatiker – Systemintegration, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufmann, Technischer Produktdesigner, Verfahrensmechaniker oder Werkzeugmacher bis zum Zerspanungsmechaniker. Jährlich rund 50 Azubis beginnen bei Magnet-Schulz ihre Ausbildung. Dafür stehen ihnen zwölf hauptberufliche und sechs nebenberufliche Ausbilder sowie 14 Ausbildungsverantwortliche zur Seite. Wer sich für ein anschließendes Studium mit vertiefter Praxis interessiert, kann dies an der Technischen Hochschule Ulm und der Hochschule Kempten mit Abschluss zum Bachelor of Engineering beginnen. Ähnlich vielseitig, berufs- und zukunftsorientiert sind die Möglichkeiten einer Ausbildung bei den Partnerfirmen beim „Tag der Ausbildung“ AROS, glaströsch, Autohaus Baumann, Rohde&Schwarz oder der Firma Christ–Wash Systems.

Interessierte im Gespräch mit einem Azubi. Foto: Johannes Wiest

Theorie und Praxis sind aber nur ein Teil einer umfassenden Ausbildung. Häufig gehören auch Aktivitäten abseits von Schreibtisch und Werkbank dazu. „Mal abseits vom Arbeitsalltag gemeinsam etwas unternehmen und Spaß haben – das schweißt zusammen“, weiß man bei Magnet Schultz und bietet auch unterschiedliche Freizeitaktivitäten an. Sicher ein weiterer Grund, um sich Gedanken über ein entsprechendes Engagement bei einer dieser Firmen zu überlegen.

Mit freundlicher Genehmigung  des Kurier-Verlags