Haftmagnete Typ G MH

 

Der Haftmagnet G MH baut seine Haltekraft mit dem Anlegen der Versorgungsspannung auf.

Maximale Haltekräfte erreichen die Ausführungen mit blanker Polfläche. Wenn eine Korrosion der metallisch blanken Fläche durch Umgebungseinflüsse nicht ausgeschlossen werden kann, empfehlen wir, Ausführungen mit verzinkter Polfläche einzusetzen. Diese Ausführungen besitzen zwar eine reduzierte Haltekraft, diese ändert sich aber nicht, solange der Oberflächenschutz unbeschädigt bleibt.

 

Baugrößen (Durchmesser): 25 mm, 30 mm, 40 mm, 50 mm, 65 mm, 80 mm, 100 mm
Haltekraft: 135 N – 3300 N 

  • Ansteigende Magnetkraft-Hub-Kennlinie
  • Elektrischer Anschluss über zweipolige Klemme oder freie flexible Anschlussenden
  • Befestigung über Gewindebohrungen auf der Rückseite
  • Schutzart: Bei freien Anschlussenden IP00, bei zweipoliger Klemme IP20
  • Spannungsart: Gleichspannung, DC
  • Polfläche wahlweise blank oder verzinkt

FAQ Haltemagnete

Wann kommen Haftmagnete zum Einsatz?

Haltemagnete kommen dann zum Einsatz, wenn nur sehr geringe Hübe realisiert werden müssen oder wenn Werkstücke bzw. der optionale Anker festgehalten werden sollen.

Welche Haltekräfte kann ich mit Haftmagneten realisieren?

Unser Standardprogramm umfasst Haltemagnete im Durchmesserbereich von 20 bis 100 Millimeter. Je nach Baugröße variiert die Haltekraft zwischen 80 und 3700 Newton.

Dabei kommt die in den Datenblättern angegebenen Haltekraft nur zur Wirkung, wenn das Werkstück in Abmessung und Material dem vorgeschlagenen Anker entspricht und keine Luftspalte zwischen Werkstück und Polfläche des Haftmagneten durch Fluchtungsfehler, Unebenheiten, Verschmutzung oder Korrosion entstehen. Bereits minimale Luftspalte reduzieren die Haltekraft erheblich.

Was ist der Unterschied zwischen einem Haftmagnet und einem Permanenthaftmagnet?

Die beiden Geräte unterscheiden sich in der Funktionsweise, rein äußerlich fällt beim Permanenthaftmagnet die größere Bauhöhe auf. Der Haftmagnet besteht im Wesentlichen aus einer Spule, die in einem weichmagnetischen Topf steckt. Wird die Spule bestromt, entsteht an der Polfläche das Magnetfeld, ferromagnetische Teile werden angezogen.

Der Permanenthaftmagnet enthält zusätzlich zur Spule einen Permanentmagneten. Dieser sorgt dafür, dass ferromagnetische Teile ständig angezogen werden. Durch polungsrichtige Bestromung der Spule wird das Magnetfeld des Permanentmagneten geschwächt – die Haltekraft verringert sich auf eine geringe Resthaltekraft.

Wie werden Haltemagnete befestigt?

Unsere Haltemagnete besitzen zur Montage auf der Rückseite eine oder mehrere Gewindebohrungen. Für kundenspezifische Sonderlösungen sind andere Befestigungsarten wie Klemmung am Umfang, Flanschbefestigung oder Befestigung über einen angedrehten Bund oder Einstich möglich.

Warum nimmt die Magnetkraft bei Haltemagneten mit dem Luftspalt schneller ab als bei Hubmagneten?

Der Luftspalt, also die Distanz zwischen Anker und Polfläche stellt für das Magnetfeld einen großen Widerstand dar. Das vergleichsweise einfache Funktionsprinzip des Haftmagneten bedingt, dass zwischen der Polfläche und dem Anker zwei wirksame Luftspalte entstehen. Bei Hubmagneten wird die Anzahl der wirksamen Luftspalte durch geeignete konstruktive Maßnahmen auf einen reduziert. Dadurch lassen sich größere Kräfte über größere Hübe realisieren.

Auf der Polfläche von Haftmagneten und Haltemagneten ist ein schwarzer Ring sichtbar. Was verbirgt sich dahinter?

Der Schwarze Ring besteht aus einer speziellen Vergussmasse, mit der die Spule im Magnettopf fixiert ist. Damit die Vergussmasse in keinem Fall über die Polfläche hinaussteht und damit gegebenenfalls einen unerwünschten Luftspalt erzeugt, wird diese gegenüber der Polfläche geringfügig zurückversetzt.